Stickerprojekt zu sexistischer Werbung

Wir haben 3 verschiedene Sticker produziert die auf die Problematik von sexistischer Werbung aufmerksam machen sollen. Regelmäßig tun sich Unternehmen durch besonders negative Beispiele in diesem Bereich hervor. Da man Werbung so schon sehr schwer entkommen kann ist gerade sexistische Werbung noch einmal um einiges belästigender. Leider schafft es auch die TU bisher nicht sexismusfrei zu werben. Sexistische Werbung hat direkte gesellschaftliche Auswirkungen mit denen vor allem Frauen aber zunehmend auch Männer leben müssen. Frauen werden in der Werbung besonders gerne zu Objekten degradiert, mit denen sich dann wie es scheint so wirklich alles gut vermarkten lässt.

Die Sticker gibt es bei uns im Referat! Hol sie dir während der Öffnungszeiten!


Stoppt sexistische Werbung Sticker:
StopptSexitischeWerbungStickerA5.jpg


Artikel im HTU Info zum Projekt:

Sexismus in der Werbung

Wir sind eigentlich ständig in irgendeiner Form von Werbung umgeben. Wenn das alleine nicht schon anstrengend genug ist, so stört gerade sexistische Werbung umso mehr. Bisher gibt es allerdings in Österreich noch keine Regelung zum Umgang mit frauen- und  männerverachtenden Inhalten von Werbung.

  Auch wenn wir es nicht wollen und sogar versuchen ihr aus dem Weg zu gehen, Werbung kann man nur schwer ausblenden. Es ist fast unmöglich nicht von Werbung in welcher Form auch immer tangiert zu werden. Schließlich ist Werbung dafür konzipiert, möglichst viele Leute zu erreichen, ob diese es wollen oder nicht. Im Falle von sexistischer Werbung heißt das täglich mit mehr oder weniger bewussten Botschaften bombardiert zu werden. Frauen sollen demnach schlank, nackt, erfolgreich, weiß und jugendlich sein. Männern wird mittlerweile ebenfalls schon eingeredet möglichst gut auszusehen (keinesfalls müde) und möglichst männlich zu sein.

  Mit einer Frau als Werbeobjekt lässt sich anscheinend wirklich alles bewerben. Frau = Sex, Frau = Produkt, wird nur allzu oft in mehr oder minder verachtenden Darstellungen umgesetzt. Durch die Präsenz dieser Darstellungen wird aber eine scheinbare Wirklichkeit geschaffen die es so nicht gibt. Dadurch können sich sexistische Frauen- und Männerbilder verfestigen und dann zu gelebter gesellschaftlicher Realität werden.  

Neben recht offensichtlich sexistischer Werbung gibt es sehr viele Sujets die um einiges subtiler sind. Um herauszufinden ob eine Werbung sexistische Inhalte vermittelt gibt es einen überraschend einfachen Test: "Das Hauptkriterium für die Fragestellung, ob eine Werbung sexistisch ist oder nicht, ist -  vor allem im Bereich der Körpersprache - die Umkehrregel: Könnte ein Sujet, welches eine Frau darstellt, mit dem identischen Arrangement auch einen Mann darstellen, ohne irritierend zu wirken? Umgekehrt: Könnte ein Sujet, welches einen Mann darstellt, mit dem identischen Arrangement auch eine Frau darstellen, ohne irritierend zu wirken?"[1]

  Es gibt in Österreich bereits einige wenige Initiativen gegen sexistische Werbung, allerdings fehlt eine bundesweite Regelung. Eine Vorreiterin ist die "Watchgroup gegen sexistische Werbung" in Graz. Sie hat sich zum Ziel gesetzt die Grazer Werbelandschaft auf sexistische Werbung zu beobachten und gegebenenfalls solche als negative Beispiele für Werbung aufzuzeigen. Durch solche Vorgangsweisen wird das Problembewusstsein zu sexistischer Werbung gefördert.

  In Wien gibt es so eine Initiative leider nicht. Trotzdem kann sich jede und jeder gegen sexistische Werbung beschweren. Dazu gibt es auf der Homepage der Stadt Wien[2] schon bereitgestellte Musterbriefe die man an das werbende Unternehmen und den Österreichischen Werberat schicken kann. Der Werberat ist ein aus Mitgliedern der Werbebranche bestehender Verein der Empfehlungen abgeben kann, wodurch schon einige Unternehmen ihre Werbekampagnen ein- oder umstellten.[3] 

  Ein Medienforum zu sexistischer Werbung gibt es auf dieStandard.at, wo besonders negativ herausstechende Werbesujets regelmäßig mit einer Zitrone versehen werden.[4]

[1]: Watchgroup-Sexismus

[2]: Stadt-Wien Beschwerdemusterbriefe

[3]: Werberat

[4]: DieStandard

Interessante Videos auf Youtube zum Thema

über die Auswirkungen von sexistischer und stereotyper Werbung

Killing us softly trailer 5min.


Killing us softly one 10min.

Killing us softly two 10min.

Killing us softly three 10min.

Killing us softly four 5min.



-- SarahReisenbauer - 10 Jun 2011
Topic revision: r1 - 11 Jun 2011 - 00:37:56 - SarahReisenbauer
 

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