RetTUng für die TU!
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Die TUtanic hat immer noch keine „Freie Fahrt“ bekommen. Anstatt einen Rettungsring mit den notwendigen Finanzen zu werfen, stellt das bmwf den Eisberg dar, der Österreichs Universitäten untergehen lässt. Im November ist die TUtanic im TU Freihaus, Wiedner Hauptstraße 8-10, roter Bereich, EG zu sehen.

Kürzungen

Pleite ab September? Aufgrund schmerzhafter Einschnitte aufgeschoben!

Monatelang war an der ganzen TU Wien „Pleite ab September?!“ zu lesen und hören. Die TU steht aber immer noch - war alles eine Lüge? Geht’s uns eh gut? Kann man ungeschadet weiterstudieren und ohne Einschränkungen seiner Forschung nachgehen? Nein! Hier haben wir versucht, die Kürzungen zusammenzufassen, die schmerzhafterweise gemacht werden mussten, um die Türen der TU auch weiterhin offen zu halten.

Wie ist die Lehre der TU Wien von den laufenden Kürzungen betroffen?

  • Reduktion der Beauftragungskosten in der Pflichtlehre Diese Maßnahmen sieht man am besten dadurch, dass sich in manchen Übungen die Anzahl der Studierenden pro Übungsgruppe extrem vergrößert hat. Sinnvolle Übungsmodi wurden durch Frontalvorträge ersetzt.

  • Streichung von Lehramtsstudien Seit diesem Wintersemester wird nur mehr ein Lehramtsstudium (DG) an der TU Wien angeboten. Letztes Jahr waren es noch fünf!

  • Reduktion von Masterstudien In den acht Fakultäten der TU Wien wurden und werden zahlreiche Masterstudien gestrichen.

  • Reduktion der Beauftragungskosten durch die Studiendekane Davon sind vor allem Wahlpflichtfächer und Wahlfächer betroffen. Damit wurde das Angebot der Vertiefungen reduziert. Dies trägt zur Senkung des Niveaus der Studiengänge bei und macht sich dadurch bemerkbar, dass manche Lehrveranstaltungen seltener (z.B. nur mehr alle 2 Jahre) angeboten werden.

  • Reduktion der "Prüfungstaxen" und ab WS 2012/13 vollständiger Entfall Engagierte Lehrende haben daraufhin ihre freiwilligen Leistungen eingestellt, die maßgeblich für die noch relativ gute Qualität der Lehre verantwortlich waren. Am meisten wird sich diese Maßnahme wohl im Aufbau von Prüfungen und Lehrveranstaltungen und in der Zeit zur Korrektur von Prüfungsakten zeigen.

  • Reduktion des "Studiendekansbudgets" (betrifft Gastprofessuren, Gastvortragende, auswärtige PrüferInnen und Exkursionen) Um nicht nur im „Elfenbeinturm“ Universität zu leben, ist es auch wichtig über die universitären Grenzen zu blicken und Kontakt mit dem Umfeld und der Gesellschaft zu erhalten. Dies ist nun wohl nur mehr in sehr begrenztem Ausmaß möglich.

  • Aufschub von Berufungsverfahren (dem Aufnahmeverfahren von neuen ProfessorInnen?) In vielen Instituten wurde die Nachbesetzung von nötigen ProfessorInnenstellen? verzögert oder gar nicht zur Neubesetzung ausgeschrieben. Dies wirkt sich vor allem im sowieso nicht mehr allzu guten Betreuungsverhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden und an der Leistungsfähigkeit der Forschung aus.

  • Budget der Universitätsbibliothek eingefroren Durch das Einfrieren des Investitionsbudgets konnte die Universitätsbibliothek nicht in neue Fachbücher investieren.

Wie sieht die Entwicklung der Forschung unserer Universität aus?

Gerade der Bereich Forschung stellt die Grundlage für die Zukunft der österreichischen Wirtschaft dar. Somit schlagen sich Kürzungen im Forschungsbudget auch auf die künftige Entwicklung Österreichs nieder!

  • TU-Förderprogramm "Innovative Projekte Infrastrukturförderung/Personalförderung" ausgesetzt Das TU-interne Förderprogramm zur Stärkung der Forschungsschwerpunkte des Entwicklungsplans musste ausgesetzt werden. Damit ist eine wichtige Säule der Forschungsfinanzierung weggebrochen.

  • TU-interne Doktoratskollegs gekürzt Bis 2011 wurden zwei Kollegs pro Jahr in einem Auswahlverfahren eingerichtet, 2012 nur mehr eines.

  • LION: TU-internes Geräteerneuerungsprogramm ausgesetzt Dieses wurde bereits 2011 ausgesetzt und seitdem konnten alte Geräte nicht über das Programm erneuert werden

  • Berufungszusagen zurückgehalten 2012 wurden nur zugesagte Berufungsmittel für die Abarbeitung von dringenden Investitionen freigegeben

  • Investitionsbudget eingefroren Der Universitätsrat der TU Wien hat im Frühjahr 8,5 Millionen Euro des Investitionsbudgets gesperrt. Dadurch konnte zum Beispiel beschädigte Infrastruktur nicht ersetzt werden und so wurde dadurch der Forschungs- und Lehrbetrieb behindert. Das Rektorat hat eine Freigabe der Mittel im Oktober erwirken können.

Und wie sieht es beim Personal aus?

  • Weitgehender Aufnahmestopp im allgemeinen Personal Viele freiwerdende Stellen können nicht nachbesetzt werden, da die Personalkosten konstant gehalten werden müssen.

  • Überstundenstop / Urlaubsabbau Angestellte mit viel Urlaub sind teilweise monateweise in Urlaub geschickt worden, um die Urlaubszeiten abzubauen. In vielen Abteilungen der TU Wien wurde ein Überstundenstop ausgerufen, um Kosten einzusparen.

  • Reduktion der Stundenzahl der Anstellungsverträge von Doktorratsstudierenden Doktorratsstudierende werden generell nur noch für 25 anstatt der bisher 31 Stunden angestellt, dennoch wird weiterhin eine Arbeitszeit von rund 40 Stunden pro Woche erwartet.

  • Einschränkungen in der Studien- und Prüfungsabteilung Macht sich durch eine Reduktion der Öffnungszeitung, längere Bearbeitungszeiten von Anträgen und lange Warteschlangen vor den Schaltern bemerkbar.

  • Reduktion der Kosten für Sicherheit Dadurch wurde auch die Personenanzahl der Sicherheitsbeauftragten reduziert. Dies bedeutet, dass es vor allem bei Notfällen zu zusätzlichen Gefahrensituationen kommen kann. Außerdem ist nun auch der öffentliche Zugang zu Gebäuden bzw. Räumen der TU Wien eingeschränkt.

Universitätsangehörige stellen keine übergroße WählerInnenschicht für die Großparteien dar. Dies ist jedoch kein Grund dafür, die Anliegen der WissenschafterInnen zu ignorieren und die Zukunftschancen der nächsten Generationen zu beschneiden!

Topic revision: r3 - 13 Nov 2012 - 22:51:15 - TobiasFellinger
 

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