Vorsitzcorner
Zwei Jahre sind um

Wir können es gar nicht glauben, wie schnell zwei Jahre vorübergehen. Wir haben Höhen und Tiefen erlebt. Die Vorsitzarbeit war für uns nicht einfach: Ein Full-Time-Job, der eherenamtlich auzuführen ist. Der einzige Weg dabei gute Arbeit zu leisten, ist Leidenschaft vermischt mit viel Geduld.

Bei so vielen Gremien, die wir erlebt haben, war Geduld auch notwendig. Da waren einerseits die HTU-internen Sitzungen, die durch das HochschülerInnenschaftsgesetz vorgegeben sind, wie Universitätsvertretungssitzungen, Finanausschusssitzungen, Sonderprojektsitzungen und viele mehr. Andererseits haben wir uns politisch in allen universitätsweiten Treffen für die Studierenden eingesetzt. Senat, Arbeitsgruppen, Treffen mit dem Rektorat und Vertreterinnen und Vertretern von vielen Abteilungen der TU Wien sind nur einige wenige unserer Termine gewesen. Die Geduld hat sich schon ausgezahlt. Wir haben es nicht nur geschafft, die Argumente gegen unnötige Verzögerungen im Studium (wie verplichtende Studieneingangsphasen) vorzubringen, sondern auch die Raumsituation für Studierende an der TU Wien trotz vieler Baustellen ein bisschen zu verbessern.

Die Situation der Studierenden und des Bildungssystems sieht trotz aller Protestaktionen nicht rosig aus. Die Familienbeihilfe wurde gekürzt, das Bewusstsein für Bedürfnisse von Studierenden ist nicht gestiegen und zu guter Letzt hat die Regierung auch angekündigt, dass die Universitäten nicht genug Geld bekommen werden. Trotzdem hat die HTU Wien es geschafft zumindest innerhalb der TU Wien ein Bewusstsein für die Probleme zu schaffen. Mit vereinten Kräften wurden gemeinsame Protestaktionen von HTU und TU Wien organisiert, Stellungnahmen verfasst und ein offener Brief verfasst, dass wir geschlossen gegen die Kürzung der Familienbeihilfe sind.

Es wird allerdings immer schwieriger für die HTU, das Beste für die Studierenden herauszuholen. Viele Ausbaupläne der TU Wien wurden gestoppt, weil das Geld nicht vorhanden war. Zusätzliche Hörsäle, notwendige Fahradabstellplätze, dringende Sanierungmaßnahmen sind Bedürfnisse die wohl nicht so schnell befriedigt werden können, weil das Geld fehlt. Stellen im Bereich der Lehre und Forschung werden abgebaut. Die großen Fakultäten platzen aus allen Nähten und die Stimmen für Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren werden immer lauter. Die finanziellen Probleme der Universität rücken in den Vordergrund, das politische Mandat dagegen in den Hintergrund. Das, was nicht von der Regierung abhängt hat hingegen toll funktioniert. Beispielsweise hat die HTU Wien ihre Öffentlichkeitsarbeit ausgeweitet. Es wurde ständig an der Homepage der HTU Wien garbeitet. Die alte Homepagearchitektur wurde gegen ein Foswiki ausgetauscht. Das machte nicht nur die Arbeit für uns leichter, sondern die Homepage auch schlichter und übersichtlicher. Twitter und Facebook sind als neue Kommunikationskanäle hinzugekommen. Nachdem man allerdings keine Technologie unreflektiert übernehmen sollte, haben wir uns auch Gedanken über die Kritikpunkte an Twitter, Facebook und Google gemacht und ein Statement dazu abgegeben. Die Öffentlichkeitsarbeit in Form von Druckwerken, wie die Studienführerin und das htu_info wurden ständig verbessert. Gemeinsam mit dem Studienhandbuch der TU Wien gibt es ein gutes Angebot an Informationen für Studieninteressierte und Studierende.

Nach so viel getaner Arbeit können wir nur schreiben, dass die Arbeit nicht weniger geworden ist. Es gibt noch immer unendlich viel zu verbessern, zu diskutieren und zu verhandeln. Es gibt immer noch genug Bereiche in denen wir uns als HTU politisch engagieren müssen. Uns hat es Spaß gemacht als Teil von geschätzten 300 aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der HTU Wien etwas bewirken zu können. Letztendlich wollen wir uns bei allen motivierten Menschen in der HTU für die gute Zusammenarbeit, bei allen Studierenden für die vielen Anregungen und Ideen und bei allen Verhandlungspartnerinnen und –partnern innerhalb der TU Wien bedanken. Danke für eine so interessante, tolle und trotz allen Hürden, die uns durch die Regierung gelegt werden, erfolgreiche Zeit. Weiter so!

Bianka, Peter und Ulf freuen sich wieder auf ihr Studium und dessen Abschluss
Topic revision: r1 - 02 Jul 2011 - 17:14:00 - MartinBorer
 

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