In Memoriam Farrokh Bulsara
* 5. September 1946 † 24. November 1991

Is this the real life? Is this just fantasy? Caught in a landslide, no escape from reality …

1991, also vor exakt 20 Jahren, ist Peter Skalicky Rektor unserer Universität geworden und hat diese Position erst vor wenigen Wochen abgegeben. Viele Studierende waren damals noch nicht einmal auf der Welt. Er hat viel geleistet, seine Handschrift an der Universität ist unverkennbar. Wird man sich in 20 Jahren noch an ihn erinnern? Er hätte sich das auf jeden Fall verdient.

Ein anderer Großer, wenn auch nicht der TU-Geschichte, hat die Bühne vor 20 Jahren verlassen: Farrokh Bulsara. Zugegeben, unter seinem Geburtsnamen haben ihn wohl auch damals nur wenige gekannt – der Unterschied: Heute habe ich nach ein paar Touchs meines Smartphones die entsprechende Wikipedia-Seite vor mir. Der heutige Standard HTML war 1991 hingegen noch gar nicht erschienen.

Farrokh Bulsara ist Freddie Mercury

Viel bekannter war er unter seinem Künstlernamen Freddie Mercury. Geboren am 5. September 1946 auf Sansibar wäre er kürzlich 65 geworden. Google feierte dieses Jubiläum heuer sogar mit einem eigens animierten Logo auf seiner Startseite (siehe „Freddie Mercury Google Logo“ auf Youtube).

Farrokhs Familie stammte aus Indien, seine Eltern arbeiteten für die britische Regierung, damals stand Sansibar noch unter britischem Protektorat. Dies bestimmte auch die Wege des jungen Freddie, die Schule besuchte er in Indien, das Polytechnikum und das Ealing Art College in London. Interessanterweise brachte dieses College, welches eigentlich bildende Künstler heranziehen sollte, bedeutende Musiker hervor, neben Freddie auch Pete Townshend (The Who) und Ronnie Wood (The Rolling Stones).

Musikalischer Werdegang

Freddie hatte in Indien in der Schulband (The Hectics) gespielt. Doch erst nach seinem Studienabschluss 1969 sammelte er weitere musikalische Erfahrungen mit heute unbekannten Bands. Durch einen Studienkollegen Tim Staffell war er jedoch ein großer Fan der Band Smile. Als sich diese aufzulösen drohte und Staffell aufhörte, sprang Freddie als Sänger ein – zu den zwei ursprünglichen Mitgliedern Brian May und Roger Taylor stieß später noch John Deacon hinzu. Aus Smile wurde Queen, aus Farrokh Bulsara Freddie Mercury.

Freddie war stets die treibende Kraft hinter Queen. Nach etlichen Erfolgen bastelte er ab 1983 parallel auch an einer Solokarriere. So erschien 1985 sein Album Mr. Bad Guy und 1988 eine Produktion mit der Opernsängerin Montserrat Caballé, bei der Elemente der Popmusik mit klassischer Musik kombiniert wurden. Titel der Platte war Barcelona, eine gleichnamige Auskopplung war auch die offizielle Hymne der Olympischen Sommerspiele 1992 in Barcelona, welche Freddie nicht mehr erlebte – sein Part wurde per Videoscreen dazugespielt.

The Show Must Go On

Only the good die young. Freddie war ein Ausnahmekünstler, er setzte musikalische Maßstäbe. Viele Queen-Auftritte sind legendär geworden, so etwa deren Teilnahme am Benefizkonzert Live Aid 1985, wo Queen alle anderen Bands in den Schatten spielte – für viele bis heute der beste Rock-Auftritt aller Zeiten. Mit dem Video zu Bohemian Rhapsody etablierte sich das Musikvideo in der Szene.

Freddie Mercury verlor am 24. November 1991 den Kampf gegen den HI-Virus, bis zuletzt arbeitete er an seinem musikalischen Nachlass. Legen wir knappe sechs Gedenkminuten ein, während wir die Bohemian Rhapsody genießen …

Gábor wächst jährlich gegen Ende November der Schnurrbart.
Topic revision: r1 - 10 Dec 2011 - 20:55:43 - Main.MartinBorer
 

Herausgeberin:
Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Technische Universität Wien
(Vorsitzende: Viktoria REITER)
Wiedner Hauptstraße 8-10
1040 Wien
T: +43-1-58801-49501
F: +43-1-58691-54
sekretariat@htu.at