Weltbewegendes
today: Was wurde aus Hayabusa und twoday.tuwien.ac.at?

Willkommen im neuen Studienjahr! Für alle neuen Studierenden möchte ich mich zuerst einmal kurz erklären: In dieser Kolumne beschäftige ich mich vorrangig mit Wissenschaft und „Nerd“-Themen. Selbst habe ich in diesem Herbst aber auch ein neues Studium begonnen, nämlich mein Doktoratsstudium. Dabei hat es mich an das Exzellenzzentrum für Hochfeld-M(agnet)R(resonanz) der Meduni Wien verschlagen, wo ich an neuen Messmethoden für 7T-Scanner arbeiten werde.

Sobald ich mich in diesem Bereich auch auskenne, werde ich dies sicherlich auch zum Anlass für mehrere Themenkolumnen nehmen. Bis dahin nur kurz erklärt: Bei der Magnetresonanz/Kernspintomographie werden Patienten in einem starken Magnetfeld platziert und mit Radiowellen die Ausrichtung der Kernspins der Atome gemessen und manipuliert. Je nach Methode lassen sich damit strahlenbelastungsarme Ganzkörperbilder anfertigen, die Konzentration bestimmter Moleküle messen oder Vorgänge im Körperinneren in Echtzeit beobachten.

Doch nun zum ersten Hauptthema für diese Ausgabe: Was wurde eigentlich aus der Raumsonde Hayabusa, die im letzten Jahr Material vom Asteroiden Itokawa zur Erde zurückbrachte? Nun, nach der „Landung“ in der Australischen Wildnis wurde der Probenbehälter mit äußerster Vorsicht und Gründlichkeit behandelt, schließlich wollte man sicher gehen, dass man auch wirklich Asteroidenstaub und nicht australischen Dreck ins Labor bringt. Somit dauerte es bis in den Sommer 2011, bis die ersten Ergebnisse veröffentlicht wurden.Unter anderem konnte gezeigt werden, dass Chondrite (metall- und kohlenstoffreich), der häufigste Meteoritentyp, ihren Ursprung in den felsigen S-Typ-Asterioden (wie z.B. Juno) haben. Wenn ihr mehr dazu wissen wollt empfiehlt sich ein Besuch auf der JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency)-Homepage. Hayabusa ist übrigens so cool, dass es Pläne gibt, sie als LEGO-Modell herauszubringen!

LangzeitleserInnen mögen sich noch an meinen Privatkreuzzug erinnern, bei dem ich herausfinden wollte warum die TU-Blogplattform twoday.tuwien keinen Support und nur noch Spambots erhielt. Dass sich auf der TU niemand zuständig fühlte und der Betreiber auch keinen Vertrag mehr hatte, ist es nicht weiter verwunderlich, dass nach einem Jahr des Zombiedaseins nun das Ende gekommen ist: In einer eifrig von Spam überfluteten Meldung wurde die Einstellung von twoday.tuwien mit dem Wintersemester verkündet. Gut, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon längst meine Migration geplant hatte und mein Blog nun unter http://www.theepicadventures.net zu erreichen ist.

Zum Abschluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass das erste Buch von George R.R. Martins „Song of Ice and Fire“ als „Game of Thrones“-Fernsehserie erschienen ist.

Stay epic!

Gilbert – King of Nerds.
Topic revision: r1 - 10 Dec 2011 - 20:56:46 - MartinBorer
 

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