Keywords: open source, ubahn-zeitvertreib, vorlesungsstoff

Podcasting unter Linux

Passend zu den Podcasts gibt's vom htu_info-Leser Thomas den passenden Client für Linux, der auch mit iPods und MP3-Playern umgehen kann.

gPodder ist ein Open Source-Projekt, das heißt jeder kann sich in allen Bereichen der Entwicklung aktiv betätigen. In diesem Artikel wird die Entstehung des Projekts und die Funktionsweise erklärt. Wenn dich das Projekt interessiert, probiere gPodder doch einmal aus und melde dich bei der Mailingliste (gpodder-devel@lists.berlios.de) an.

Begonnen hat alles im Jahr 2005 mit dem Erwerb eines iPod mini und der Suche nach Möglichkeiten, das Gerät möglichst sinnvoll zu nutzen. Damals war Podcasting noch etwas ganz Neues: iTunes und der iPod boten noch keine direkte Unterstützung dafür an - man brauchte ein zusätzliches Programm, um Podcasts herunterzuladen: einen Podcast-Client.

Ein Podcast-Client ist im Prinzip nichts anderes als ein RSS-Reader mit Download-Funktion. Einer der wenigen Podcast-Clients war "iPodder" (heißt heute Juice Receiver), der unter Windows die meiste Zeit funktionierte, unter Linux die meiste Zeit jedoch nicht. Grund genug, ein neues Podcast-Client-Projekt für Linux zu starten: gPodder.

gPodder kann neben dem Herunterladen von Podcasts auch gleich die Synchronisation mit iPods und MP3-Player übernehmen. Damit hat man mit wenigen Klicks Podcast-Nachschub auf seinem portablen Gerät. Wer es noch komfortabler haben will, kann über die Kommandozeile alle Aktionen automatisieren.

Diskussionen finden in der Projekt-Mailingliste statt, und seit Anfang 2007 gibt es monatlich eine neue Version, die neben den üblichen Bugfixes auch neue Features - wie zum Beispiel Bluetooth-Unterstützung - bringt.

Bevor man aber in den Genuss von Podcasts kommt, muss man Channels abonnieren. Danach lädt man entweder die neuesten oder interessanten Episoden herunter. Diese werden dann übers Menü auf einen portablen Audio-Player gespielt.

Nachdem gPodder die Podcasts auf den iPod bzw. MP3-Player kopiert hat, kann man die Podcasts auf dem Weg zur Uni oder noch kurz vor einer Vorlesung anhören. Einzig bei Comedy- Podcasts kann man schon mal schief angeschaut werden, wenn man in der U-Bahn oder im Hörsaal grundlos zu lachen beginnt.

An einem Open Source-Projekt mitzuarbeiten hilft neben einem Informatik- Studium, das erworbene Wissen praktisch anzuwenden. Toll wäre auch, wenn es Mitschnitte von Vorlesungen und Uni-relevanten Neuigkeiten als Podcast gäbe. Damit könnte man eine versäumte Vorlesung auf dem Weg zur Uni nachholen oder den Stoff weiter vertiefen.

gPodder gibt es unter anderem für Debian, Ubuntu, Fedora, Gentoo und FreeBSD. Die jeweils aktuelle Version findet man auf http://gpodder.org, wo es auch Links zu Mailingliste, Dokumentation und Bug-Tracker gibt.

-thp
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