Lost in Asia - in einem Zug durch die halbe Welt

Wäääh...wie italienisches Leitungswasser schmeckte das gefilterete Moskauer Wasser aus der Flasche. Jetzt hieß es aber mal nach Moskau-Stadt zu kommen. Kyrillisch, olé... Als wir es dann doch zum richtigen Bahnhof schafften, begannen die ersten 77 Stunden Zugfahrt. Interessante Unterhaltungen mit anderen Passagieren und längere Aufenthalte in größeren Bahnhöfen umgingen den Lagerkoller. Kaum in Irkutsk angekommen, eilten wir zum Busbahnhof, nur um uns fünf Stunden lang mit zehn anderen in einen Minibus Richtung Baikalsee zu quetschen.

Die Belohnung? -Herrliches Wetter und bezaubernde Landschaften am Baikalsee in einem kleinen Ort mit traumhaften Sonnenuntergängennamens Хужир (Khushir) . Trotzdem ist der größte Süßwassersee der Welt nur für Abgehärtete zum Schwimmen geeignet (15°C). Hier konnten auch schon erste Reiterfahrungen für die Mongolei gesammelt werden. Wieder in Irkutsk angekommen, genossen wir nach zwölf Tagen die erste richtige heiße Dusche und Eispalatschinken im Wiener Café, um am nächsten Tag in die transmongolische Eisenbahn einzusteigen. Nach einem mehrstündigen Grenzübergang unter brütender Hitze und Mangel an Rubel für Trinkwasser kamen wir in der mongolischen Hauptstadt Ulaan Bataar an. Hier halfen leider keine Postfachadressen um den Taxifahrern den Weg zur Unterkunft anzugeben, da es nur Ortsangaben wie "Bei den drei roten Häusern" gibt. Wir verbrachten die Nächte in einem Ger - das klassische mongolische Zelt mit Holzofen in der Mitte. Am darauffolgenden Tag entflohen wir der vom Lonely Planet treffend benannten "By no means pretty"-Stadt, und reisten weiter in den Terelj-Nationalpark, der 80 km von Ulaan Bataar entfernt und somit für Kurzausflüge bestens geeignet ist. Wir kehrten in die erstbeste Unterkunft ein, die sich als Missionarsstation von Koreanern herausstellte.

In dieser Landschaft, in der Edelweiß wie Unkraut wuchert, kann man sowohl kurze als auch lange Wanderungen und Reitausflüge machen. Mit etwas Glück kann man auch Adler im Stürzflug mit Barbecuefleisch füttern oder in einen Hagelsturm geraten.

Auch in der Mongolei ist es uns gelungen unsere letzten Tugrik im Sacher Café auszugeben.

Während der Grenzüberfahrt nach China wurden einerseits die Fahruntersätze der Waggons gewechselt, andererseits wurden wir von einem chinesischen Spezialbeamten nach muslimischen Hintergründen befragt. Nach stundenlangem Hungern und Dursten verliefen wir uns in BeiJing in das erstbeste Fast-Food-Lokal. Obwohl die Stadt wegen den olympischen Spielen quasi ausgebucht war, konnten wir uns über billigste Zimmer im vierten Untergeschoß freuen. In der Hoffnung dem Smog zu entkommen, unternahmen wir eine zehn Kilometer lange Wanderung auf der chinesischen Mauer...

Dies waren auch schon die letzten gemeinsamen Tage, denn Martin und Florian reisten mittels Zug und Bus durch China bis nach Pakistan weiter. Bettina und Valentin gönnten sich die restliche Zeit in Hongkong, Macao, Taiwan & Japan um die Reise in Istanbul auf der Hochzeit eines Freundes gebührlich zu beenden.

Um einen besseren Eindruck von der mehrwöchigen Reise durch Asien zu bekommen, laden wir euch am... um... im... zu einer Multimedia-Präsentation ein.

Martin und Valentin sind Studenten der medizinischen Informatik an der TU Wien.

Florian vergnügt indessen sich mit Soziologie und Sozialökonomie.

Bettina ist ausgebildete Pädagogin, die nächstes Jahr in Indien ihr Unwesen treiben wird.

-- Main.FlorianPoeltl - 13 Jan 2009
Topic revision: r2 - 29 Mar 2011 - 21:00:05 - Main.UnknownUser
 

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