Technik & Co

iPod shuffle

Ich habe ein sehr kleines Paket in meiner Hand, nicht viel größer als eine Faust. Nach dem Auspacken ist etwas in meiner Hand, das nicht viel größer als meiner halber kleiner Finger ist.

Was ich da in meiner Hand halte ist der neue iPod shuffle von Apple. Auf den ersten Blick ist das Gerät vom Design her wieder sehr ansprechend, so wie man es von Apple gewohnt ist. Das Metallgehäuse macht einen sehr simplen, aber auch sehr robusten Eindruck. Ein einziger Schalter mit drei Einstellmöglichkeiten ist an dem Gerät zu erkennen. Der zweite Bestandteil sind Kopfhörer mit einer Fernsteuerung, die auch sehr minimalistisch und fast unsichtbar ist.

Nach einem kurzen Blick in die Gebrauchsabweisung habe ich den Shuffle auch schon in Betrieb genommen. Der Schalter am Gerät hat die Einstellmöglichkeiten Off, Shuffle und Song-by-Song. Die richtige Steuerung selbst läuft nur über den Remotecontrole am Kopfhörerkabel. Bei den ersten Versuchen war die Steuerung noch neu und ein wenig verwirrend, doch nach einigen Minuten hatte ich die Oberhand gewonnen und der iPod hat meinen Befehlen gefolgt.

Eine Haupttaste ist zur allgemeinen Steuerung da, durch einfaches drücken wechselt man zwischen Play und Pause. Zwei mal schnelles Drücken ergibt den Befehl „Next Song“, durch dreimal schnelles Drücken bekommt man den letzten Song noch einmal. Zwischen den Playlists die man sich mittels iTunes auf das Gerät spielt, kann man auch durch eine einfache Tastenkombination springen. Die Möglickeit mehrere Playlists gleichzeitig auf seinem Shuffle zu haben, ist eines der Features die seit dem letzten Shuffle dazugekommen sind. Das wirklich interessante und neue Feature ist VoiceOver. Hierbei handelt es sich um eine Funktion, die einem den Namen des gerade gespielten Songs sagt. VoiceOver beherrscht viele Sprachen und kommuniziert den Namen des gerade gespielten Titels in der richtigen Sprache, so dass die Aussprache passend ist – deutsch, englisch, japanisch oder sonst eine Sprache. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit über eine + und eine – Taste am Kopfhörerkabel lauter und leiser zu schalten.

Unangenehm ist leider, dass man durch die Steuerung an den Kopfhörern an diese gebunden ist bzw. nur über Umwege die individuell bevorzugten Kopfhörer nutzen kann. Die Bindung an iTunes ist auch noch so eine Sache. Alles in Allem ist der Shuffle aber sehr zu empfehlen. Besonders seine Größe ist einfach genial, weil man (wenn der Sound nicht in den Ohren wäre) fast vergessen könnte, dass man ihn mit hat.

Wolfram Alpha

Im World Wide Web geistert immer wieder das Schlagwort „Googlekiller“ durch die Foren, wenn von Wolfram Alpha die Rede ist. Ich bin der Sache mal nachgegangen.

Über die Suche bei Google komme ich auf die Seite von Wolfram Alpha und merke sofort eine optische Ähnlichkeit mit Google – Einfaches Suchfeld im großen weißen Nichts, nur das Nötigste. Meine erste Eingabe ist natürlich „Porn“, man möchte ja wissen was die Suchmaschine zum häufigsten Begriff des Webs ausspuckt. – „creative activity.. ...to stimulate sexual desire“ & „first recorded 1962“. Naja, nicht das was man normalerweise gewohnt ist zu bekommen, aber informativ.

Wolfram Alpha basiert auf der Software Mathematica, welche den meisten Technikstudierenden ein Begriff sein sollte. Mathematica ist auch die Software mit der Stephen Wolfram, der Erfinder von Wolfram Alpha, 1988 der Durchbruch gelungen ist.

Im Gegensatz zu Google bekommt man von W.A. keine 10^6 oder mehr Weblinks, sondern konkrete Anworten auf Fragen. Die Frage, wie viel Fett in 30g Schweizer Käse ist, wird mit „durchschnittlich 5,8g“ beantwortet. Wie schnell breitet sich Schall in 200 °C heißem Wasser bei 60 bar Druck aus? – 1348 m/s. Auch Eingaben wie „x^3-4x^2+6x-24=0“ werden in wenigen Sekunden beantwortet mit „x=4“ und den 2 komplexen Lösungen. Ein Diagramm gibt es als Draufgabe auch noch.

Der große Nachteil von W.A. ist, dass es nur ungefähr 100 MitarbeiterInnen sind, welche die Suchmaschine seit einigen Jahren mit Wissen füttern. Da ist Google natürlich überlegen mit mehr als 3 Milliarden „MitarbeiterInnen“, die täglich Suchanfragen tätigen und Webseiten erstellen. W.A. ist meiner Meinung nach kein Google-Killer und deckt einen ganz anderen Bereich als Google ab. Und YouTube-Videos werde ich auch weiterhin mit Google suchen. Aber jeder sollte sich selber ein Bild von Wolfram Alpha machen. http://www.wolframalpha.com

Flo betet Technik an.
Topic revision: r3 - 29 Mar 2011 - 21:00:06 - Main.UnknownUser
 

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