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Lehramtsstudierende: „Gemeinsam können wir was erreichen!“

Am Freitag, 23. Oktober 2009 fand in der Akademie der Bildenden Künste eine Vollversammlung für Lehramtstudierende statt. Auslöser für diese war, dass am Vortag der Rektor der Akademie der Bildenden Künste, Dr. Stephan Schmidt-Wulffen, in den Leistungsvereinbarungen die Umstellung des künstlerischen Lehramtsstudiums auf das Bachelor-Master-System unterzeichnet hat, ohne dieses je mit den Studierenden und Lehrenden des Institut für das künstlerische Lehramt besprochen zu haben. Außerdem dürfen laut aktuellem Universitätsgesetz Lehramtstudien nur als Diplomstudien angeboten werden.

Neben Studierenden und Lehrenden der Akademie waren auch VertreterInnen der TU Wien, der Angewandten und der Universität Wien bei der Vollversammlung. Es wurde heftig debattiert wie gemeinsam vorgegangen werden könnte. Als großes Problem auf allen Universitäten wurde die Intransparenz auf allen Ebenen aufgezeigt: Wir wissen bzw. erfahren wenig konkretes da die Diskussionen über Lehramtstudien auf vielen Ebenen stattfinden. Im Moment kocht noch jeder sein eigenes Süppchen wobei leider nur Wenige eine Ahnung davon haben was wann wo stattfindet, welche Informationen bereist gesichert sind und welche Ergebnisse bereits erzielt wurden.

  • Da wäre zum einen die „ExpertInnenkommission LehrerInnenbildung Neu“ die vom Ministerium zu Beginn des Jahres eingerichtet wurde und bis Ende des Jahres Ergebnisse präsentieren soll. Zu kritisieren ist hier, dass sowohl Studierende als auch LehrerInnen von dieser Gruppe ausgeschlossen wurden.
  • Zum anderen haben sich auf den einzelnen Universitäten diverse Arbeitsgruppen zusammengefunden. Auf der TU Wien gibt es für jedes Unterrichtsfach koordinierte Arbeitsgruppen welche eine Verbesserung des Studienplanes erarbeiten sollen. Auf der Uni Wien gibt es äquivalent dazu die „Steuerungsgruppe“ Lehramt.
  • Außerdem finden bei der Österreichischen Rektorenkonferenz auch immer wieder Gespräche und Diskussionen über das Lehramtstudium statt. * Zusätzlich richtete die Bundesvertretung unter dem FLÖ-VSSTÖ-GRAS Vorsitz vor zwei Jahren eine Arbeitsgruppe ein, die an einem Positionspapier für die gemeinsame LehrerInnenausbildung arbeitete. Es wurden europäische Schulsysteme verglichen und mit VertreterInnen aus dem Ministerium diskutiert. Leider schlief diese Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz der AG ein und auch der jetzige BV-Vorsitz zeigt keine Ambitionen, hier weiterzuarbeiten.

Neben den vielen Strängen, an denen im Moment noch in alle Richtungen gezogen wird, ist zu beachten: Lehramtsstudien sind kombinationspflichtig! Wird ein Lehramtstudium umgestellt müssen alle Österreichischen Lehramtstudien umgestellt werden. Für ein weiteres gemeinsames Vorgehen wurden zum Abschluss der Vollversammlung drei Arbeitsgruppen zu den Themen „Vernetzung mit anderen Universitäten“, „Gesetze“ und „Presse“ gegründet. Jetzt muss sich etwas tun damit Lehramtsstudien nicht auf ein Bachelor Studium degradiert werden, denn niemand möchte, dass seine Kinder von halb qualifizierten, mangelhaft ausgebildeten LehrerInnen unterrichtet werden.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Einzelne leider nichts bewirken! Aber um uns die Überschrift dieses Artikels nochmals in Erinnerung zu rufen, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir etwas erreichen!

Die Fachschaft Lehramt kämpft für eine sinnvolle LehrerInnenbildung.
Topic revision: r2 - 29 Mar 2011 - 21:00:03 - Main.UnknownUser
 

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