Vielleicht hat es ja drei rechte Winkel…
Dreiecke haben es nicht immer leicht

Zu dem Zeitpunkt, zudem ich dies schreibe, habe ich übrigens noch nicht einmal die letzte Ausgabe des HTU-Infos erhalten. Bezüglich der Auslieferung dieses Druckwerkes sitze ich wohl in einer toten Zone. Alle anderen, bei denen ich mich erkundigt habe, bekommen es allerdings pünktlich…

Wieder einmal könnte ich eine Verschwörung wittern, zu der dann sicher auch noch ÖBB und Wiener Linien gehören. Oder die Redaktion. wink Wer übrigens ähnlichen Frust über Computer- und Software-basierte Unfähigkeit abreagieren will, hat neuerdings bei www.frustikus.at die Chance dazu. Jährlich werden dort dann die „GewinnerInnen“ gekürt, die Siegerehrung für 2009 war Anfang November.

Aber nun zu meinem Hauptthema, angeregt von kürzlich erlebter vollkommen unkritischer Berichterstattung in den Medien: verdammt noch mal, es gibt kein Bermuda-Dreieck! Gut, definieren kann man natürlich eines, aber es verschwinden dort nicht mehr Schiffe und Flugzeuge als am Rest der Weltmeere. Damit ist es auch nicht nötig, Atlantis, Aliens, Methanblasen oder x-dimensionale Vortices zu postulieren.

Aber woher kommt dann die ganze Geschichte, wenn eigentlich nichts Ungewöhnliches passiert? Der Ursprung lässt sich auf ein Buch von Charles Berlitz aus dem Jahr 1974 zurückführen, der das Verschwinden von 5 Navy-Übungsflugzeugen bei einem Ausbildungsflug zu dem Bermuda-Mythos hochstilisierte. Weitere AutorInnen und Medien übernahmen das Ganze unkritisch und bauschten es immer weiter auf, bis schließlich Lawrence Kusche mit „The Bermuda Triangle Mystery – Solved!“ den Hype durch kritische Analyse dekonstruierte. Trotzdem änderte sich wenig daran, dass das Dreieck im allgemeinen Gedankengut hängenblieb.

Verschwunden sind im Bermuda-Dreieck im ganzen 20. Jahrhundert übrigens ca. 50 Schiffe und 20 Flugzeuge. Für 100 Jahre ist das eigentlich fast gar nichts. Diesmal möchte ich als Schlusswort Norm Papernick zitieren: „Those who can laugh without cause have either found the true meaning of happiness or have gone stark raving mad.“

Wer will raten, was davon auf Gilbert zutrifft?
Topic revision: r3 - 29 Mar 2011 - 21:00:06 - Main.UnknownUser
 

Herausgeberin:
Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Technische Universität Wien
(Vorsitzender: Lukas BÜRSTMAYR)
Wiedner Hauptstraße 8-10
1040 Wien
T: +43-1-58801-49501
F: +43-1-58691-54
sekretariat@htu.at