#tubrennt

Seit 27.10.09 ist auch die TU Wien, im speziellen der HS1 besetzt!

Am besagten Tag fand im Hörsaal 1 eine Vollversammlung statt, wobei im zweiten Beschluss beschlossen wurde den HS1 zu besetzen. Dieser fiel im Übrigen mit großer Mehrheit und kann seit diesem Zeitpunkt rund um die Uhr im Hörsaal 1 betrachtet werden. Nach Diskussion und einzelnen Beschlüssen wie z.B. einem generellen Rauchverbot im Hörsaal (dem sich bis dato nur Rektor Skalicky zu widersetzen versuchte) wurden schnell einzelne AGs (Arbeitsgemeinschaften) gegründet. Arbeitsgemeinschaften können von jedem/jeder gegründet werden und arbeiten eigenständig ihre Inhalte aus, müssen jedoch jederzeit dem Plenum (unsere basisdemokratische Entscheidungsinstanz) Rechenschaft leisten. Um nur einige der AGs aufzuzählen: Forderungen, Plenum, Mobilisierung, Presse, Programm/Abendgestaltung, Infopoint, Küche,… JedeR ist herzlichst eingeladen sich an den bestehenden AGs zu beteiligen oder selbst neue zu gründen.

Insgesamt gibt es für die Bewegung eine breite Akzeptanz, aber natürlich auch GegnerInnen, im speziellen gegen die Besetzung des Hörsaals. Diese GegnerInnen versuchen wir durch viel Aufklärungsarbeit und Diskussion von der Sache zu überzeugen. Für all jene die wir leider nicht erreichen können, versuchen wir möglichst wenig Strapazen zu verursachen. Alle Vorlesungen des HS1 wurden in Ersatzhörsäle verschoben, der Lehrbetrieb an der TU ist daher nicht beeinträchtigt. Seitens der Lehrenden gibt es zahlreiche Solidarisierungen, sei es durch einzelne Solidaritätskundgebungen, Aufrufen ihre Vorlesung zu „sprengen“, Teilnahme an unserem Alternativprogramm, oder der Verlegung ihrer Vorlesung in den öffentlichen Raum.

Was ist bisher geschehen? –eine Timeline

Erste große Aufgabe war die Mobilisierung zur Großdemonstration am 28.11.09 – also nur einen Tag nach unserer Besetzung. Durch einen Kraftakt aller Beteiligen konnten wir einen TU Block von geschätzten 2.000 – 3.000 TeilnehmerInnen stellen. Insgesamt nahmen an der Demo zwischen 10.000 (Schätzung der Polizei) und 50.000 (Organisation) Personen aus allen Schichten teil. Seit dem zweiten Tag der Besetzung werden immer wieder Hörsaaltouren veranstaltet, sei es um die Studierenden zu informieren oder z.B. für die bundesweite Demo zu mobilisieren. Auch gab es immer wieder flashmobartige Aktionen, wie den Versuch einen Bildungskredit oder einen Bildungsscheck im Wert von 100.000 Mrd Euro in einer Bankfiliale einzulösen.

Seit 3.11.09 gehört nicht nur der HS1 uns allen: Dank motivierter Kletterer wurde in einer Nacht und Nebel Aktion einen weiteren Unterstützer unseres Protests gewonnen: UNSERE Eule. Am 5.11.09 kam es schließlich zum bundesweiten Aktionstag, der auf der TU mit einem besonderen Ereignis begann: Aus Solidarität mit den sich zu diesem Zeitpunkt in harten Lohnverhandlung befindenden MetallerInnen zog eine kleine Gruppe von TU Studenten mit dem Banner: „TUbrennt fordert: höhere Löhne für Metaller“ zur Kundgebung der Gewerkschaft vor die Wirtschaftskammer. Gemeinsam zogen wir dann über die Wiedner Hauptstraße vor die TU zu einer Zwischenkundgebung. Vor der eigentlichen Demo gab es im besetzten Hörsaal noch eine kickoff Veranstaltung mit einem Vorsitzenden des ÖGB, besetzenden Studierenden, einer Arbeitslosenvertreterin, einer SchülerInnenvertreterin, Lehrenden der TU Wien und einer Organisatorin des deutschen Bildungsstreiks. Zur Demo selbst konnte die TU dieses Mal geschätzte 5.000 TeilnehmerInnen mobilisieren. Besonders beachtlich war vor allem, dass sich uns während der Demonstration sehr viele Passanten angeschlossen haben. Als wir am Märzpark ankamen hat sicher unser Demonstrationszug verdoppelt. Am 12.11.09 gab es eine weitere Kundgebung samt Demo mit den Metallern. In der Nacht von 13.11.09 auf den 14.11.09 kam es zu einer spontanen Protestkundgebung vor der deutschen Botschaft als Zeichen gegen die brutalen Räumungen deutscher Universitäten. Ohne Vorbereitung konnten mittels neuer Medien 200 Personen innerhalb einer Stunde dafür mobilisiert werden, die dann gemeinsam zur Deutschen Botschaft zogen.

Am 17.11.09 war ein internationale Aktionstag, den wir in Österreich mit einzelnen Institutsversammlungen und einer Schlußkundgebung vor dem Haus der Industriellenvereinigung begannen. International war es einer der größten Aktionstage überhaupt. Europaweit wurden 300.000 Demonstrierende gezählt. Seit dem 17.11. sind über 50 Universitäten in ganz Europa besetzt.

Die Arbeitsgruppe Presse kümmert sich um (fast) alles, was mit Presse zu tun hat.
Topic revision: r3 - 29 Mar 2011 - 21:00:04 - Main.UnknownUser
 

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