Notfallreserve
Was mit dem Geld an der TU Wien passiert

Im Zuge der Studierendenproteste fand das Ministerium für Wissenschaft und Forschung heiße 34 Millionen Euro, als Notfallreserve definiert, und erteilte den Auftrag, Überlegungen zur Verwendung anzustellen. Die Universitätsleitungen sollten gemeinsam mit den lokalen HochschülerInnenschaften Vorschläge zur Verwendung für die folgenden fünf Semester zu machen, die keine Folgekosten verursachen dürfen. Und so geschah es.

Im November und Dezember 2009 gab es zwei auf www.htu.at offen ausgeschriebene Arbeitsgruppen um Ideen zu sammeln. Schnell war klar, dass die für die TU Wien vorgesehenen 2,5 Millionen Euro viel zu wenig sind für das, was getan werden muss. Allein die so notwendige Generalsanierung des Hauptgebäudes kommt in den Bereich von ein paar Zig Millionen Euro. Trotzdem wurden einige Ideen gesammelt und im Jänner mit der Universitätsleitung besprochen. Der tatsächliche Antrag an das Ministerium umfasste Vorschläge im Rahmen von über vier Millionen Euro. Drei Millionen wurden schließlich genehmigt.

Unter anderem wurden 100 zusätzliche Tutorinnen und Tutoren für die gesamte TU Wien genehmigt. Diese werden je nach Studierendenzahlen und Studierendenzuwachs aufgeteilt. Die Aufteilung für das Sommersemester 2010 schaut wie folgt aus:

Studienrichtung / Tutorinnen und Tutoren
  • Architektur: 18
  • Raumplanung und Raumordnung: 5
  • Bauingenieurwesen: 11
  • Elektrotechnik: 7
  • Maschinenbau: 5
  • Wirtschaftsing. Maschinenbau. 7
  • Verfahrenstechnik: 3
  • Technische Chemie: 4
  • Technische Physik: 8
  • Technische Mathematik: 4
  • Vermessung und Geoinformation: 3
  • Informatik: 15
  • Wirtschaftsinformatik: 5
Das macht in Summe 95 Tutorinnen und Tutoren.

Die verbleibenden 5 Tutorinnen und Tutoren sollen in den Sprachlehrveranstaltungen eingesetzt werden. Vor allem gilt es, die derzeit beschränkten TeilnehmerInnenzahlen von der Lehrveranstaltung „Technisches Deutsch für Ausländer“ und „Technisches Englisch“ zu erweitern. Bei so vielen Tutorinnen und Tutoren wurden auch insgesamt vier Personen vorgesehen, die ausschließlich in der Lehre tätig sein sollen. Diese haben unter anderem auch die Aufgabe Tutorinnen und Tutoren zu koordinieren.

Weiters ist geplant, den technischen Grundstein für die Übertragung von Vorlesungen in einen zweiten Hörsaal und für Livestreaming in den Hörsälen des Freihauses zu legen. Auch der Ausbau vom EDV Labor, so wie die Adaptierung bestehender Räume zu Zeichensälen für die Fakultät Architektur und Raumplanung wurde genehmigt. Den Antrag mit dem dazugehörigen Budget findet ihr unter: http://www.htu.at/user/downloads/Brief_bmwf_Nofallreserve_20100112.pdf Die TU Wien bekam ¤ 3.035.000 genehmigt. Das heißt, dass die beiden letztgenannten Vorschläge (¤ 400.000 und ¤ 900.000) zur Gänze wegfallen. Das drittletzte Vorhaben “Übungsräume und Studierendenarbeitsplätze“ wird von ¤ 700.000 um ¤ 225.000 auf ¤ 475.000 gekürzt um insgesamt auf den zuerkannten Betrag zu kommen. Die Protokolle zu den Arbeitsgruppen findet ihr im Downloadbereich auf http://www.htu.at

Wir hoffen, damit das Beste aus so wenig Geld gemacht zu haben. Solltet ihr Fragen zur Verteilung der Notfallreserve haben, bitte zögert nicht uns eine E-Mail an vorsitz@htu.at zu schreiben.

Bianka ist selbst Tutorin…
Topic revision: r2 - 29 Mar 2011 - 21:00:04 - Main.UnknownUser
 

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