Vorsitzcorner
… weiterhin unbeschränkt.

Noch immer beschäftigen uns im Vorsitz die geplanten Zugangsbeschränkungen nach dem Einreichen des entsprechenden Antrages laut Universitätsgesetz (UG) §124b Abs. 6 für das Studium der Architektur durch unser Rektorat. Inzwischen hat auch das Rektorat der TU Graz diesen Antrag gestellt, womit die Rahmenbedingungen für Zugangsbeschränkungen bei der Architektur geschaffen sind und es jetzt nur noch eine Entscheidung der Regierung ist, ob sie tatsächlich kommen oder nicht. Nachdem wir in der HTU der Meinung sind, dass Zugangsbeschränkung nur eine kurzfristige und auch kurzsichtige Lösung ist und dass man schlechte Betreuungsverhältnisse auch anders bekämpfen kann, gehen wir weiterhin gegen Zugangsbeschränkungen an der TU Wien und besonders gegen den §124b des UG vor.

Zugangsbeschränkungen sind jedoch bei weitem nicht das einzige, was uns beschäftigt. Seit einiger Zeit wird in der offenen Senatsarbeitsgruppe „Mustercurriculum“ über einen so genannten Rahmenstudienplan diskutiert. Die Studienpläne an der TU Wien sollen ein einheitliches Aussehen und modularen Aufbau haben. Die Lehrveranstaltungstypen sollen minimiert werden und insgesamt soll es für die Studienkommissionen (Gremien, welche Studienpläne erstellen) leichter werden diese zu erstellen und zu ändern. So weit ist alles in Ordnung. Allerdings ist letzten Sommer noch die Novelle des Universitätsgesetzes ins Spiel gekommen, welche etwa eine Studieneingangs- und Orientierungsphase fordert. Über deren Aussehen ist allerdings noch keine Einigkeit abzusehen, denn einige Vortragende sind der Meinung, dass sie beschränkend sein sollte – man dürfte somit nicht weiterstudieren, bevor man die Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEP) absolviert hat. Aus diesem Grund wird die Diskussion vor allem in den Studienkommissionen noch sehr interessant.

Aus dem Bolognaprozess, vertreten durch unseren Vizerektor für Lehre, Prof. Prechtl, kommt die Idee, Module einzuführen, was der größte Punkt in dieser Senatsarbeitsgruppe ist. Module sollen zwar europaweit ähnlich sein, schauen tatsächlich aber auf jeder Universität anders aus. An der TU Wien wird es wohl eine Zusammenfassung der derzeitigen Lehrveranstaltungen werden, wobei ein Modul insgesamt ca. 10 ECTS haben wird. Noch haben wir den Vorteil von Modulen allerdings nicht herausfinden können. Nachdem die Module auf anderen Universitäten unterschiedlich aufgebaut sind, kann man sich mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit keine ganzen Module anrechnen lassen, sondern muss weiterhin auf der Lehrveranstaltungsebene mit Inhalten und Umfang argumentieren. Auch für Beihilfen und Stipendien werden die Module eher nichts bringen. Nachdem die meisten Studienkommissionen die derzeitigen Lehrveranstaltungen im Studium in das Modulsystem hineinpressen werden, wird es auch nicht realistischer, in Mindeststudienzeit zu studieren. Wir werden jedenfalls auch weiterhin an der Arbeitsgruppe teilnehmen und darauf achten, dass die Interessen der Studierenden bestmöglich vertreten sind. Wir setzen uns unter anderem dafür ein, dass keine Studienzeitverzögerungen durch unnötige Voraussetzungsketten, vor allem im Rahmen der STEP, entstehen.

Weiters beschäftigen wir uns auch mit Projekten, die eine große Außenwirkung haben. Zum dritten Mal organisieren wir die Woche der freien Bildung, die heuer vom 17. bis 21. Mai stattfinden wird. Es werden sowohl reguläre Lehrveranstaltungen als auch Spezialvorträge im Resselpark und an vielen anderen „freien“ Standorten in Österreich stattfinden. Natürlich ist die Organisation und Durchführung eines solchen Projektes mit viel Zeitaufwand verbunden. Allerdings investieren wir gerne so viel Zeit um der Öffentlichkeit aufzuzeigen, dass wir durchaus sinnvolle und interessante Herausforderungen in der Universität täglich bewältigen. Näheres zur Woche der freien Bildung findet ihr in dieser Ausgabe und unter http://www.freie-bildung.at.

Abschließend möchten wir euch ermutigen, bei uns im Vorsitz (Freihaus, 1. Stock rot, neben dem HTU Sekretariat) vorbeizuschauen und uns zu besuchen. Während unserer Öffnungszeiten (zu finden auf www.htu.at) sind wir auch mit Sicherheit im Büro. Wir wünschen euch ein schönes und erfolgreiches Ende des Sommersemesters.

Bianka und Ulf sind beschäftigt.
Topic revision: r2 - 29 Mar 2011 - 21:00:05 - Main.UnknownUser
 

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