Zeitschriften die Frau haben sollte

Es ist durch eine Studie belegt: „Typische“ Frauenzeitschriften machen unglücklich. Die Probandinnen waren bereits nach 15 minütigem Konsum eines Frauenmagazins deutlich schlechter gestimmt als die Vergleichsgruppe, die wissenschaftliche Zeitschriften zu lesen bekam. Aber wenn man darüber so nachdenkt sollte das eigentlich niemanden überraschen, denn das Bild das in diesen Magazinen von Frauen gezeichnet wird deckt sich oft kein bisschen mit der Realität. Kein Wunder also, dass man unzufrieden sein wird, wenn man sich während der Lektüre ständig mit Photoshop- und Gimpschönheiten vergleichen muss.

Dagegen gibt es aber zum Glück Abhilfe: Anstatt gar keine Magazine mehr zu lesen möchte ich hier ein paar Alternativen vorstellen:

Das Missy Magazine – Popkultur für Frauen – hat das Flair eines oben genannten Magazines, schafft es aber trotzdem seine Berichterstattung über Popkultur, Politik und Style mit einer feministischen Haltung zu verbinden. Die Macherinnen hätten gern ein solches Magazin gelesen, aber da es so was noch nicht gegeben hat haben sie selbst eins gemacht: „Missy berichtet von herausragenden Künstlerinnen, die Musik machen, Filme drehen, fotografieren. Aktivistinnen, die die Welt retten oder auf andere Arten bemerkenswert sind. Crafting und Kochen sind für uns ebenso Themen wie queere Pornografie oder Organisationen, die sich für sichere Abtreibungen einsetzen. Wir wollen ehrlich über Sex zu reden – über hetero- und homosexuellen, heißen, langweiligen oder auch nicht vorhandenen. Wir zeigen Klamotten an und für Frauen, die nicht immer schlank, blond und perfekt enthaart sind. Wir lassen DJs, Sprayerinnen, Rechtsanwältinnen und Skaterinnen erklären, wie man in ihren jeweiligen Feldern glänzen kann.“ [http://missy-magazine.de]

Als österreichisches Pendant dazu gibt es das fiber. werkstoff für feminismus und popkultur. Das Magazin erscheint zwei mal jährlich bei einer eigens dafür veranstalteten fiber release party. Im Eintritt zu dieser ist bereits ein fiber-Heft inkludiert. Normale Abos gibt es natürlich auch. Noch ein kleiner feiner Unterschied zu Missy ist, dass das fiber immer unter einem bestimmten Thema erscheint. Die aktuelle Ausgabe ist „Dazwischen“: „Zwischen Budapest und Rampenfiber (ein feministisches Festival), zwischen Männlichkeit und Drittem Geschlecht, zwischen unattraktiver Norm und antisexistischen Praxen“. [http://www.fibrig.net]

Ein weiteres sehr empfehlenswertes österreichisches Magazin ist die an.schläge. Angeschlagen werden darin einerseits Buchstaben andererseits auch der journalistische Malestream: „Monatlich berichten wir nicht nur über so genannte „Frauenthemen“, sondern über das aktuelle politische, gesellschaftliche und kulturelle Geschehen aus feministischer Perspektive. Es geht uns dabei um das Herstellen einer feministischen Gegenöffentlichkeit, um Parteilichkeit statt Pseudoobjektivität und um das Sichtbarmachen weiblicher Wirklichkeiten und Erfahrungen in einer männlich dominierten (Medien-)Welt.“ [http://www.anschlaege.at] Das Magazin erscheint monatlich und beherbergt eine wahre Vielfalt an Kolumnen, Artikeln, Rezensionen von Büchern und CDs , Kommentaren und einen Terminkalender. Oft einfach erfrischend zu lesen.

Sarah empfiehlt „typische“ Frauenmagazine vor Begräbnissen.
Topic revision: r2 - 29 Mar 2011 - 21:00:04 - Main.UnknownUser
 

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