GWUP - Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften stellt sich vor.

„Wissenschaftliches Denken darf nicht hinter der Labortür enden“, so könnte man den Grundgedanken der GWUP, der „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“, kurz und bündig ausdrücken.

1987 in Deutschland gegründet, hat sich der Verein der Aufklärung und Information über Para- und Pseudowissenschaften verschrieben. Basispunkte dafür stellen wissenschaftliche Methodik und eine skeptischer Grundeinstellung dar.

Bekannte Beispiele, die die GWUP sich kritisiert, schließen etwa Astrologie, Homöopathie, Wünschelruten und das in Österreich berüchtigte Granderwasser ein. Die Bemühungen der GWUP, selbigem Grander das Ehrenkreuz für Wissenschaft, das er 2001 erhalten hatte, aberkennen zu lassen, wurden leider von Minister Hahn abgeschmettert. Begründung: Dieses wurde bisher nur dem Nazi-Arzt Gross aberkannt, der am Spiegelgrund mindestens 400 Kinder vernichten ließ. Und Grander hätte keine so gravierende Tat begangen. Dass er nichts zur Wissenschaft beigetragen hat, spielt also keine Rolle.

Generell fordert die GWUP von Pseudowissenschaften saubere Nachweise der aufgestellten Behauptungen. Dies mag sehr oft bedeuten, Reihen an Studien auf ihre Aussagekraft zu untersuchen, um Aufschlüsse zu erhalten. Denn Medienartikel, die laufend Studien mit widersprüchlichen Inhalten zitieren, zeigen, dass eine einzige Studie herauszupicken keinerlei Aussagekraft haben muss.

Und warum schreibe ich das hier eigentlich? Weil ich der GWUP gerade selbst beigetreten bin und es als notwendig sehe, alle Studierenden der TU davon in Kenntnis zu setzen, dass es eine Einrichtung gibt, die versucht, Licht in all die seltsamen Behauptungen zu bringen, die den Alltag durchdrungen haben. Denn selbst an den österreichischen Unis kann es vorkommen, dass Irrglaube wie etwa Homöopathie als fundierte Wissenschaft gepriesen wird.

Erst wenn der Prozess des Hinterfragens den Großteil der Bevölkerung erreicht, verlieren Esoterik und Pseudowissenschaft ihren fruchtbaren Boden. Und nicht nur diese, sondern Vorurteile und Intoleranz im Allgemeinen. Auch folgendes sollte jedeR sich öfters ins Gedächtnis rufen: Nur weil man sich etwas wünscht, ist es deshalb noch lange nicht Realität.

Die Österreichische Regionalgruppe der GWUP, auch als „Gesellschaft für kritisches Denken“ bekannt, hat ihren Wirkungsschwerpunkt im Raum Wien, und ihr derzeitiger Vorstand ist der emeritierte TU-Professor Heinz Oberhummer. Zu den monatlichen Treffen sind alle InteressentInnen herzlich eingeladen! Prof. Oberhummer gestaltet auch gemeinsam mit Dr. Werner Gruber von der Uni Wien das Kabarett „Sciencebusters“, um die Erkenntnisse der Physik oder auch nahe liegende Erklärungen für esoterische Themen humorvoll unter die Leute zu bringen.

Wer übrigens die Meinung der GWUP nicht teilt und von seinen eigenen übersinnlichen Fähigkeiten überzeugt ist: 10.000 ¤ warten auf jede/n, deren/dessen Kräfte den Test im GWUP-Labor bestehen. Das haben schon viele probiert, es ist allerdings bis heute noch niemandem gelungen.

Wer jetzt skeptischer weise gerne eine Untermauerung all dieser hohen Ansprüche und Infragestellungen hätte, findet diese auf www.gwup.org. Weiters finden sich dort Ausblicke auf die aktuelle Ausgabe des Skeptikers, der quartalsmäßig erscheinenden Zeitschrift des Vereins, die für Beiträge auf hohem Niveau durch Experten steht.

Wer sich dafür interessiert, was für seltsame Dinge in Österreich vorgehen, dem lege ich einen Besuch beim „Kritisch gedacht“-Blog nahe, das sich mit aktuellen Spinnereien befasst: www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/

Gilbert spammt gerne das HTU-Info zu

-- Main.JasminMueller - 26 Nov 2008
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