hunTU 2008

Wenn Studenten essbare Schachbretter aus Biskuit backen und sie mit Figuren aus Gummibärchen, Hartzucker, Brot und Radieschen bestücken, Fahrscheine von 1978 besorgen und sich von Polizisten freiwillig Handschellen anlegen lassen, dann hat das einen Grund: den hunTU [1] – “die etwas andere Schnitzeljagd” – eine Veranstaltung einiger TU-Studenten, die in den Pfingstferien stattgefunden hat.

Anders als bei konventionellen Schnitzeljagden wurden die Teams herausgefordert, bestimmte Objekte von einer Liste irgendwie aufzutreiben oder selber herzustellen, anstatt nach speziell versteckten Objekten zu suchen. Die Organisatoren befanden sich jeden Tag acht Stunden lang im Metalab in der Rathausstraße [2] und warteten auf die immer einfallsreichen und oft skurrilen Ideen der Teams. So galt es zum Beispiel, einen Ethernetkiller zu basteln, eine Milliarde einer beliebigen Währungseinheit zu besorgen oder nur mit Bus und Straßenbahn von Floridsdorf nach Siebenhirten zu fahren.

Der hunTU fand dieses Jahr zum ersten Mal statt und diente so auch als “Versuchslauf” für zukünftige hunTUs. Das neunköpfige Organisatorenteam hatte bereits mehrere Monate lang Ideen gesammelt und nach Schwierigkeit bewertet. Schließlich einigte man sich auf eine Liste mit 128 Objekten. Für jedes Objekt gab es eine bestimmte Anzahl an Punkten: So bekam man zum Beispiel für ein Autogramm eines amtierenden Regierungsmitglieds 25 Punkte - und Bonuspunkte, falls es der Bundeskanzler war. Unter den Objekten, die die Teams auftreiben mussten, waren rote Waschtrommeln, Blaulichter von Einsatzfahrzeugen, polnischer Büffelgraswodka (was natürlich auf Polnisch in der Liste stand) und alte D-Netz-Handys. Auch Action-Einlagen waren gefragt: So musste man ein Teammitglied mit Klebeband an die Wand kleben, vor den Organisatoren “krochn” oder mit einem Einrad fahren.

Das Engagement, das die sechs teilnehmenden Teams an den Tag legten, machte den hunTU bis zum Schluss spannend. Schließlich kristallisierten sich die “Freihauspiratinnen” mit unter anderem einem handschriftlichen Zeugnis aus dem Jahr 1844 aus dem TU-Archiv und einem alten Kennzeichen mit der Nummer “11” als Sieger heraus und gewannen den Hauptpreis von 100 Euro. Aber auch die “Voki-Glätter”, die nordkoreanisches Geld auf einem Flohmarkt fanden, legten sich ordentlich ins Zeug und erzielten somit den zweiten Platz. An dritter Stelle lag die “OpenTU Elite”, die ebenfalls motiviert an die Sache ging und beispielsweise eine Zigarettenpackung ohne EU-Warnhinweise erstehen konnte. Vierter wurde das Team “tofu”, welches als Einzige ein Buch von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard besorgen konnte und bei der “Jagd durch Wien” beide Organisatoren gefunden hat, welche sich in einem bestimmten Teil Wiens herumtrieben und jede halbe Stunde den Teams ihre Position durchgeben mussten.

Die Organisatoren hatten nicht nur die Aufgabe, im Metalab auf die Teams zu warten, sondern reisten auch quer durch Wien, um deren Errungenschaften zu begutachten. So klebten die “Freihauspiratinnen” ihr Teammitglied standesgemäß an eine Wand im Freihaus, während die “OpenTU Elite” die Wand einer U-Bahn-Station wählte - und dafür einige verwunderte Blicke kassierte.

Da die “etwas andere Schnitzeljagd” beim diesjährigen ersten Versuch sehr gut ankam, ist auf jeden Fall eine Neuauflage für 2009 geplant. Wir, die Organisatoren, bemühen uns, für nächstes Jahr wieder spannende, ungewöhnliche und auch etwas verrückte Objekte zu finden, um den hunTU noch interessanter und unterhaltsamer zu gestalten und hoffen auf zahlreiche Teilnahme!

[Weitere Fotos und Infos zum hunTU 2008 findet ihr auf unserer Homepage unter http://huntu.at.]

Die Organisatoren (Bernhard Bichler, Mihai Ghete, Jens Kager, Marian Kogler, Paul Leitner, Martin Piskernig, Thomas Schranz, Paul Staroch und Iwona Wisniewska)

[1] http://huntu.at [2] http://metalab.at
Topic revision: r2 - 29 Mar 2011 - 21:00:02 - Main.UnknownUser
 

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