Verleihung der Preise aus der Dr.-Karl-Renner-Stiftung

Der Preis ist heiß!

Die Stadt Wien verleiht seit 1956 Preise aus der Dr.-Karl-Renner- Stiftung, die posthum zu Ehren des ehemaligen Bundespräsidenten ins Leben gerufen wurde. Dieser Preis geht alle drei Jahre an Personen oder Personengemeinschaften, die sich durch ihre Dienste sozial, wirtschaftlich und/oder kulturell hervorgehoben haben. Zu den letzten Preisträgern gehören „Reporter ohne Grenzen (ROG, RSF), die „Gesellschaft Unabhängiger Iranischer Frauen in Österreich (GIF) und die „Wiener Tafel“. Namhafte Personen wie Paul Lendvai, Kardinal Franz König und Vaclav Havel sowie auch Vereine wie zum Beispiel ZARA (Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) gingen der Verleihung voraus. Mit der Ehrung erhält jeder der Preisträger einen Teil der mit 45.000 Euro dotierten Summe aus der Stiftung.

Kulturstadtrat Andreas Mailath Pokorny betonte in seiner Rede die persönliche Freude über die Preisträger, weil Reporter ohne Grenzen mit ihrer Arbeit für Medienfreiheit uns allen dient, weil es der Stadt Wien um sozialen Zusammenhalt geht und die Wiener Tafel einen wichtigen Beitrag dazu leistet und weil etwa ein Drittel der Wiener Bevölkerung zumindest in zweiter Generation Migrationshintergrund habe und die Gesellschaft Unabhängiger Iranischer Frauen in Österreich eine große Hilfe darstellt.

Zwei Laudatoren und eine Laudatorin sprachen in ihren Reden für die Preisträger bewegende Worte mit persönlichem Hintergrund und Erlebnissen, die sie jeweils durch die Vereine erfuhren. Für Reporter ohne Grenzen fand Freimut Duve, deutscher Publizist, Politiker und ehemaliger Medienbeauftragter der OSZE die Worte: „Im 21. Elektronischen Jahrhundert spielt journalistische Freiheit und demokratische Verantwortung eine noch größere Rolle. Demokratie droht immer kaputt zu gehen und ist täglich bedroht. Das fängt mit der Eingrenzung des Wortes an.“

In der Ansprache von Dr. Ursula Struppe, die Leiterin der MA 17, Magistrat für Integrations- und Diversitätsangelegenheiten, ist, machte auf die enge Zusammenarbeit mit der GIF aufmerksam. Diese Frauen, die Frauensolidarität, Frauenrechte und Unabhängigkeit auf eine sehr überzeugende Art leben, sind iranische Österreicherinnen und österreichische Iranerinnen mit Vorbildfunktion, so Struppe und sagt weiters: „Sie leben eine Welt mit zwei Dimensionen und das ist ein Reichtum. Wien hat Mehrsprachigkeit und ‚Mehrkulturigkeit’ immer als eine Bereicherung erfahren“.

Frank Hoffmann, Schauspieler und Intendant der Güssinger Festspiele, der sich an eine Lesung im Rahmen einer Benefiz-Veranstaltung an den ersten Kontakt mit der Wiener Tafel erinnerte, sprach in seiner Laudatio: „Unsere Gesellschaft hätte nicht annähernd soviel Lebensqualität, gäbe es nicht diese vielen unbezahlbaren Menschen und Organisationen, die das Wohl ihrer Mitmenschen zu ihrem Motiv gemacht haben“. Damit spricht er den unermüdlichen Einsatz der Wiener Tafel an, die täglich bis zu zwei Tonnen an Lebensmittel vor dem Müll rettet und damit rund 6.000 Bedürftigen in Wien hilft.

Links:

Reporter ohne Grenzen www.reporter-ohne-grenzen.de Gesellschaft Unabhängiger Iranischer Frauen in Österreich www.gifwien.com Wiener Tafel www.wienertafel.at _

Dazu ein Bild: Bildunterschrift: Freimut Duve, Rubina Möhring, Andreas Mailath Pokorny, Martin Haiderer, Ursula Struppe, Shiva Badihi, Sandra Frauenberger, Frank Hoffmann (v.l.) Bildeigentümer: Fotodienst Rathauskorrespondenz Artikelautor: fJ (kleines f, großes J) _

Wenn dir ein besserer Titel einfällt, schreib ihn! smile Das Foto von der Rathauskorrepondenz ist übrigens honorarfrei und frei zu Verfügung - also keine Rechtssorgen.

Liebe Grüße, Florian

-- Main.NiciW - 14 Feb 2008
Topic revision: r4 - 29 Mar 2011 - 21:00:06 - Main.UnknownUser
 

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