Vorsitzcorner

So manche/r hat sich vielleicht schon einmal gewundert, wenige ärgern sich und ein paar beschäftigen sich mit dem Thema und sind interessiert. Wir sprechen von Gender, Gender Mainstreaming und den Resultaten diverser Genderstudies.

Worum gehts?

Im Softskill-Katalog unserer Universität gibt es Lehrveranstaltungen zum Thema Gender. Die Interessensvertretungen setzen sich intensiv mit dem Thema auseinander. Die Lehrenden sowie auch viele Studierende reden in einer geschlechtergerechten Sprache.

Nur was hat dies alles mit uns und den Interessen der Studierenden zu tun? Da die gemeinsamen Schwierigkeiten aller Studierenden das Hauptaugenmerk der Vertretungsarbeit der HochschülerInnenschaft sind, herrscht bei uns die Ansicht vor, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema Gender, auch wenn auf den ersten Blick nicht erkennbar, ein überaus wichtiges ist. Deshalb möchten wir heute kurz erklären, warum sich die meisten Menschen die sich in der HochschülerInnenschaft engagieren mit den Themen Gender, Feminismus und dem gerne herangezogenen Spezialfall „Splitting“ beschäftigen.

Berührungspunkte

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HochschülerInnenschaften vertreten die Studierenden in vielen Kommissionen. Unter anderem der Studienkommission, in Habilitationsverfahren, in Berufungsverfahren, im Senat, sowie in vielen weiteren eingerichteten Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Gremien wo die HochschülerInnenschaft vertreten ist.

Weiters werden regelmäßig Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen, Richtlinien, Verordnungen und sonstige für die Studierende relevante Dinge verfasst und von den betroffenen Stellen auch ernst genommen.

Alle Regelungen die diese Einrichtungen beachten und erfüllen müssen sind auch mit speziellen Passi zur Gleichberechtigung ausgestattet. Gesetzliche Grundlagen

Die TU-Wien ist auf die gleichberechtigte Gestaltung der Universität sehr bedacht. In der Satzung der TU-Wien sind unter anderem der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, ein Frauenförderungsplan sowie eine Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies festgelegt. Weiter sind die Geschäftsordnung für Kollegialorgane, die Richtlinien für Habilitationsverfahren und die Richtlinien für Berufungsverfahren bedeutend für die Gleichbehandlung an der TU-Wien. Übergeordnet sind das Universitätsgesetz 2002 und das Bundes-Gleichbehandlungsgesetz für die Universitäten relevant.

Implementierung

So sind alle offiziellen Schriftstücke gleichberechtigt zu formulieren, in Berufungsverfahren ist auf Bewerbungen von Frauen ein spezielles Augenmerk zu richten, … Nicht immer erreichen die Regelungen auch die erhofften Ziele, bzw. werden im Sinne der Ziele umgesetzt. Und oft entstehen Situationen, die nur mit gutem Wissen über Gender-Themen adäquat bewältigt werden können. Dies betrifft nahezu alle öffentlich wirksamen Tätigkeiten.

Konkret?

Oftmals passiert es, dass bei der Gestaltung der Universität und bei der Betrachtung und Untersuchung von gesellschaftlichen bzw. für die Studierenden relevanten Inhalten Aspekte der Gleichbehandlung übersehen werden. Es ist für jede/n einsichtig, dass es unmöglich ist, alle Auswirkungen bzw. Aspekte eines Themas zu erfassen, jedoch sollte es unser Bestreben sein.

Ein Maximum an Auseinandersetzung mit einem Thema oder Fall und mehrere differenzierte Ansichten führen zu einer (wenn gewollt) adäquaten Berücksichtigung aller relevanten Aspekte.

Nichts funktioniert, und niemand weiß warum

Deshalb sind wir der Meinung dass eine intensive Beschäftigung mit dem Thema Gleichbehandlung und aller seiner Facetten die Qualität der Vertretungsarbeit enorm steigert. Die Problematik von besagtem Thema ist in allen Bereichen des Lebens präsent, und somit ist es unerlässlich alle Neuerungen, Regelungen, Gesetze, … auch unter diesem Blickwinkel zu evaluieren.

Um das Fehlerpotential zu minimieren ist es wichtig, dass thematisch gut gebildete Personen agieren.

-vorsitz
Topic revision: r2 - 29 Mar 2011 - 21:00:06 - Main.UnknownUser
 

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