Eine junge Frau lernt bei einem Urlaub in Amalfi einen Einheimischen kennen, verliebt sich in ihn und beschließt kurzerhand, in Amalfi zu bleiben. Sie heiraten und bekommen drei Kinder. Zufall?

Mit dem Thema „Das Leben: Zufall oder Wiederholung“ beschäftigt sich Wolf Werdigier in seinem gleichnamigen Ausstellungsprojekt. Der oben genannten „Frau von Amalfi“ ist eine der interessanten Bilderserien der Ausstellung gewidmet, von denen jede einen anderen Aspekt der „Analyse über drei Generationen“ wiederspiegelt.

Besonders fasziniert haben vor Allem die Bilder mit dem Thema „Wien modern“, in denen ein umgeworfener Einkaufswagen das „verwahrloste Ende der Konsumgesellschaft“ darstellt, während Graffiti an der Wand das vorstädtische Wien wiederspiegelt und verschleierte Frauen still über die Ergebnisse der letzten Wahl jammern. Im Gespräch erzählte der Künstler, dass mit dieser Bilderreihe unter anderem auch der Aspekt der Wiederholung dargestellt werden soll, da das Wahlergebnis zwar erschreckend, aber auch nicht ganz neu ist.

Die Idee hinter dem Projekt, so Werdigier, sei einerseits die Beschäftigung mit Dingen, die eigentlich zufällig passieren, jedoch das ganze Leben verändern können, sowie der Tatsache, „dass fast allen von uns solch ein Tag im Leben geschieht, nur merken wir es nicht so, weil er sich nicht in Amalfi, sondern bei uns zu Hause ereignet. “Andererseits wird auch der Aspekt des sich Wiederholens behandelt. „Wer einmal an etwas großem scheitert, wird es beim nächsten Mal zwar etwas besser machen, aber wieder scheitern.“

Auch einen Ausblick auf sein nächstes Projekt konnte dem Künstler entlockt werden. Es soll sich um das Thema „Malerei mit Musik“ drehen, eventuell wird es eine Zusammenarbeit mit Musikern geben. Mehr wurde aber noch nicht verraten.

Das Interview mit Wolf Werdigier führten Jasmin und garfield. Jasmin und garfield gehen nur des Weines wegen auf Vernisagen

Fact Box: Wolf Werdigier wurde 1946 in Pegnitz (Deutschland) geboren.Sein Vater war ein Mitglied der Geldfälschergruppe, um die sich Stefan Ruzowitzkys „Die Fälscher“ dreht. Seit seinem dritten Lebensjahr wohnt Werdigier in Wien. Er studierte Architektur – unter anderem an der TU Wien und arbeitet jetzt auf dem Gebiet der Stadtgestaltung. Seine erste Ausstellung - Les Fleurs du Mal - fand 1985 statt. Die letzten Ausstellungen in Wien: Africa Goethes italienische Reise Kilamba – Afrika II Zwielicht - Rotlicht

-- Main.JasminMueller - 02 Dec 2008
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