Filmrezension:

Watchmen

Der beste Film, den ich seit Jahren gesehen habe. So könnte man meine Meinung zusammenfassen, aber da das für eine ganze Rezension nicht reicht, muss ich wohl detailierter werden. Bei Watchmen handelt es sich um eine weitere Adaption eines Werkes des britischen Comicautors Alan Moore, von dem zum Beispiel auch schon „V wie Vendetta“ und „From Hell“ verfilmt wurden. Eine fiktive Erde im Jahre 1985 steht kurz vor dem vernichtenden Atomkrieg. Nur die Existenz von Dr. Manhattan, einem Physiker der nach einem Laborunfall scheinbar allmächtig ist, hindert die Supermächte daran, den roten Knopf zu drücken. Dieser ist aber auch der einzige Held, der über Superkräfte verfügt. Alle anderen HeldInnen sind am Ende doch nur maskierte Menschen, die auch noch von der Öffentlichkeit aus ihrem Job gedrängt wurden. Doch als einer von ihnen ermordet wird, scheucht das die Übrigen wieder auf… Was macht Watchmen aber so besonders? Viele Aspekte sind es, die den Film von all den anderen Comicverfilmungen der letzten Jahre abheben. Sinnvoller Einsatz von Special Effects. Nähe zum Original. SchauspielerInnen, die zu ihren Rollen passen und nicht nur wie eine Model-Revue aussehen. Aber vor allem ist es die Handlung und die moralischen Fragen die sie aufwirft. Die HeldInnen selbst bewegen sich oft in moralischen Grauzonen, Selbstreflexion hat einen wichtigen Platz. Denn am Ende geht es um folgende Frage: „Who watches the watchmen?“ Wer also einmal SuperheldInnen ohne Klischee-Geschichte sehen will, sollte Watchmen ernsthaft in Betracht ziehen. Den Comic zu lesen natürlich auch.

Gilbert hat auch eine Uhr

-- Main.FlorianPoeltl - 18 Mar 2009
Topic revision: r2 - 29 Mar 2011 - 21:00:05 - Main.UnknownUser
 

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