Dinge die man schon längst hätte machen sollen, oder: „The Deadline of Apocalpse“

Wenn du diese Zeilen liest, dann bedeutet dass, das das HTU-Info von nun an eine neue Kolumne hat. Was hoffentlich als positiver Umstand gewertet wird. Nicht so positiv ist der Umstand, dass ich mit dem Schreiben natürlich erst viel zu kurz vor Redaktionsschluss fertig geworden bin. Was mich sogleich zum Thema führt.

Wer kennt nicht das mulmige Gefühl, das eine näherrückende Deadline auslöst? Dieses Phänomen tritt besonders stark, aber nicht nur dort, bei Prüfungen in Kombination mit einem zweiten auf: Obwohl man genau weiß, wie viel man arbeiten oder lernen muss, und sich eigentlich extra die Zeit dafür nimmt, fehlt jegliche Motivation dazu. Und am Ende macht man eigentlich ganz was anderes. Dafür aber mit Begeisterung! Meine unzähligen Artikel für die letzte Ausgabe dieser tollen Zeitschrift zum Beispiel stellen ein solches Symptom dar. Und kaum ist die Prüfung vorbei, fehlt schon wieder die Motivation. Durch diese eigenen Erfahrungen geschult konnte ich diese Beobachtung schon mehrmals bei anderen Personen erfolgreich wiederholen. In den Tagen vor Prüfungen entstehen ganze Projekte aus dieser ganz besonderen Art der Motivation. Ich wage sogar zu postulieren, dass die Unwilligkeit zu lernen eine enorme Energiequelle wäre, könnte man sie doch bloß anzapfen.

Nicht ganz so angenehm wie das Verdrängen von Arbeit ist es, warten zu müssen, weil eine andere Person ihre Arbeit ebenso verdrängt. Auch dies widerfährt mir gerade. Schließlich warte ich darauf, dass die neueste Version eines Mods für Fallout 2 fertig wird. ExpertInnen werden sich vielleicht an dieses zehn Jahre alte Juwel der Computerspiel-Geschichte erinnern, wobei das Mod Inhalte einarbeiten soll, die in klassischer Manier aus Zeitdruck vom Entwicklerteam nicht mehr fertiggestellt werden konnten . Womit wir erstaunlicherweise wieder einen Bezug zum Thema haben.

Durch Aktualität bekannter sein müsste übrigens der Nachfolger Fallout 3 sein, mit dem ich einen zweistelligen Prozentsatz der Weihnachtsferien verbracht habe. Natürlich möchte ich allen, die bei den letzten Sätzen nur „Bahnhof, Bahnhof, Hauptbahnhof“ verstanden haben kurz eine Erklärung geben: Die Fallout-Reihe handelt von einer fiktiven postapokalyptischen Welt, in den Jahrhunderten nach einem Atomkrieg der die menschliche Zivilisation hinwegfegte… fast. Das besondere Flair der Spiele entspringt dabei dem Umstand, dass die Zukunft so aussieht, wie man sie sich in den 40er-Jahren vorstellte. Sei es jetzt im Autodesign oder in der Musik von damals, man erlebt ein einzigartiges Gefühl wenn man durch die verheerten Lande streift. Oder eben darauf wartet, dass neuer Inhalt erscheint.

Abschließend möchte ich euch danken, dass ihr diese Proto-Kolumne bis hierher gelesen habt. Ich baue darauf, euch auch in Zukunft mit Weisheiten aller Art zu beglücken. Falls irgendjemand die Lust hat, mir Leserbriefe zu diesem Thema schreiben, bitte her damit. Vielleicht gibt es ja etwas, von dem ihr euch damit ablenken wollt…

-- Main.FlorianPoeltl - 14 Jan 2009
Topic revision: r2 - 29 Mar 2011 - 21:00:04 - Main.UnknownUser
 

Herausgeberin:
Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Technische Universität Wien
(Vorsitzender: Lukas BÜRSTMAYR)
Wiedner Hauptstraße 8-10
1040 Wien
T: +43-1-58801-49501
F: +43-1-58691-54
sekretariat@htu.at