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Revision 421 Dec 2011 - Main.HelgaGartner

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Lise Meitner Literaturpreis Aktuell Vom Lise Meitner Literaturpreis 2009 ausgewählte Texte in Buchform Bisherige Preise
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Lise Meitner

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Revision 320 Dec 2011 - SarahReisenbauer

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Lise Meitner

(1877 - 1968)
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  -- SarahReisenbauer - 15 Dec 2011
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Revision 219 Dec 2011 - Main.HelgaGartner

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Lise Meitner

(1877 - 1968)

Lise Meitner gehört zu den führenden Wissenschafterinnen auf dem Gebiet der frühen Radioaktivitätsforschung und der Kernphysik.

Die wohl bekannteste Naturwissenschafterin österreichischer Herkunft promovierte als zweite Frau im Studienfach Physik an der Universität Wien.

Lise Meitner wurde am 7. November 1878 in Wien geboren. Ihr Vater Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Philipp Meitner und ihre Mutter Hedwig Meitner, geborene Skorvan, hatten eine kinderreiche Familie zu versorgen. Lise Meitner hatte sieben Geschwister. Meitner besuchte vorerst die Lehrerinnenbildungsanstalt. Nach zwei Jahren Privatunterricht legte sie 1901 als Externe die Reifeprüfung am k.k. Akademischen Gymnasium in Wien 1 ab. Anschließend studierte sie an der Universität Wien bis zum Sommersemester 1905. Ihre Dissertation "Prüfung einer Formel Maxwells" wurde Ende 1905 approbiert und veröffentlicht. Die Prüfung bei ihren Referenten, Professor F. S. Exner und Professor L. Boltzmann, legte sie mit Auszeichnung ab. Ihre Promotion wurde gleichzeitig mit der ihrer Studienkollegin Selma Freud mit 1. 2. 1906 bekannt gegeben. Nach Abschluss ihres Studiums widmete sich Meitner auf Vorschlag von Stefan Meyer, zu der Zeit Assistent bei Professor Boltzmann, der Erforschung der Radioaktivität. Auch ihre weitere Forschungsarbeit in Deutschland ist ganz diesem Gebiet gewidmet. 1907 ging Meitner mit dem Wunsch nach Berlin, bei Max Planck ihre Kenntnisse der Physik zu vertiefen. Schon bald kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem Chemiker Otto Hahn (1879-1968). Gemeinsam forschten sie auf dem Gebiet der Radioaktivität. Lise Meitner arbeitete ab 1913 in der physikalisch-radioaktiven Abteilung am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie. 1922 erhielt sie die "venia legendi" und hielt bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten Lehrveranstaltungen an der Universität Berlin. 1933 wurde ihr die Lehrbefugnis und der Professorentitel, der ihr 1926 zuerkannt wurde, entzogen.

1934 begann die Arbeitsgruppe Meitner, Hahn und F. Straßmann mit den Experimenten zur Bestrahlung des Urans mit Neutronen. Kurz nachdem Meitner 1938 emigrieren musste, da sie nach dem Anschluss Österreichs nicht mehr durch den Ausländerinnenstatus geschützt war, gelang Hahn und Straßmann der Nachweis der Kernspaltung. Meitner lieferte sofort die physikalische Deutung und energetische Erklärung der experimentellen Ergebnisse. Lise Meitner war eine angesehene Wissenschafterin auf dem Gebiet der Radioaktivitätsforschung, Mitglied in vielen wissenschaftlichen Akademien und Trägerin etlicher Preise. "Ihre Arbeit ist gekrönt worden mit dem Nobelpreis für Otto Hahn", leitet Feyl in ihrer Sammlung Meitners Biografie ein. Obwohl Meitner ab dem Jahr 1907 im Ausland tätig war, legte sie nie ihre österreichische Staatsbürgerschaft ab. Sie kam regelmäßig auf Besuch nach Wien und war sehr mit ihrer Heimatstadt verbunden.
In Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Leistungen erhielt Lise Meitner auch zahlreiche Ehrungen von österreichischer Seite. 1948 wurde sie als erste Frau zum Mitglied der Naturwissenschaftlichen Klasse der österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt (konkret: korrespondierendes Mitglied im Ausland). Anlässlich ihres 80. Geburtstages ernannte sie die Stadt Wien zur "Bürgerin der Stadt". Bei ihrem letzten Besuch in Wien 1963 hielt Meitner ihren berühmten Vortrag "Looking back" in der Urania, in dem sie ausführlich auf ihren Lebensweg, aber auch auf die Stellung der Frau in der Wissenschaft einging.
Lise Meitner, die nach ihrer Emigration in Schweden arbeitete, verbrachte ihre letzten Jahre in Cambridge, wo sie am 27. Oktober 1968 starb.
Quellen:
http://www.univie.ac.at/netscience/html/nets/netdays98/physikerinnen/index.htm
Rigorosenakt 1967, Universitätsarchiv
Rigorosenblatt 1967, Universitätsarchiv
Rigorosenblatt 1968, Universitätsarchiv
Feyl Renate: Der lautlose Aufbruch, Frauen in der Wissenschaft, Frankfurt/Main 1989 (3. Auflage), S162
Das alles ist Wien, Bürger Lise Meitner, Tagebuch (Wien), Dezember 1958, S3
Lise Meitner "Looking back" Bulletin of the Atomic Scientists, November 1964, englische Version

Biographien im Netz:

http://www.univie.ac.at/biografiA/daten/text/bio/meitner.htm
http://www.onb.ac.at/ariadne/vfb/bio_meitner.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Lise_Meitner
http://www.dieterwunderlich.de/Lise_Meitner.htm
http://aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.encyclop.m/m499363.htm
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/MeitnerLise/
http://www.kle.nw.schule.de/lmg/lise.htm
http://www.bhak-bludenz.ac.at/physik/geschichte/physiker/meitner.shtml
http://www.physik3.gwdg.de/~mrs/Vortraege/Lise_Meitner-Vortrag-20031106/index.html

Alle Texte sind der Broschüre zur Ausstellung "Physikerinnen - 100 Jahre Frauenstudium an den Physikalischen Instituten der Universität Wien" 1998 von Brigitte Bischof entnommen.
Copyright bei Brigitte Bischof
 

 
Herausgeberin:
Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Technische Universität Wien
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